Die Bypass-Operation
1. Der Koronarbypass
Als Bypass am Herzen wird üblicherweise entweder eine Vene aus dem Bein oder eine Arterie von der Rückseite der Brustwand (Arteria mammaria) verwendet.Während die Brustwandarterie nur für einen Bypass am Herzen verwendet werden kann, ist es möglich aus der Beinvene mehrere Bypässe zu gewinnen. Da bei Ihnen möglicherweise mehr als ein Herzkranzgefäß von Verengungen bzw. Verschlüssen betroffen ist, würde man versuchen, bei Ihnen mehrere Bypässe am Herzen anzulegen. Ist es absehbar, dass es nicht sicher möglich sein würde, aus Ihren Beinvenen Material für mehrere Bypässe zu gewinnen (aufgrund zu kleiner Venen, Krampfadern, Zustand nach Thrombose oder früherer Venenentnahme). Um dennoch die angestrebte Anzahl von Bypässen anlegen zu können, besteht die Möglichkeit künstliche Gefäßprothesen als Bypass am Herzen zu verwenden. Diese Gefäßprothesen, die aus ePTFE oder ähnlichen Materialien bestehen, können sich nach der Operation wieder verschließen. In verschiedenen Untersuchungen hat sich gezeigt, dass Gefäßprothesen, die zuvor mit körpereigenen Gefäßzellen inwändig beschichtet wurden, weniger häufig zu Verschlüssen neigen. Aufgrund dieser Zusammenhänge planen wir ca. drei Wochen vor der Bypassoperation am Herzen die Entnahme eines kurzen Venensegmentes aus dem Arm oder dem Bein. Aus diesem Venensegment werden dann körpereigene Gefäßzellen zur Beschichtung einer künstlichen Gefäßprothese gewonnen.
2. Der periphere Bypass
Bei der Peripheren Arteriellen Verschlußkrankheit (PAVK) ist die Blutversorgung der Beine oder der Arme gestört. Ursache ist eine zumeist arteriosklerotische Verengung der „peripheren“ Arterien.Es besteht die Möglichkeit, eine verengte Arterie operativ wieder zu erweitern oder eine "Umleitung" um die Engstelle zu legen. Solche operative Verfahren kommen vor allem dann in Betracht, wenn nur noch eine kurze schmerzfreie Gehstrecke oder sogar schon Gewebedefekte (Nekrosen) vorliegen. Welches Verfahren, ob Ballondilatation oder Bypass-Operation, angewendet wird, hängt von verschiedenen Faktoren ab, insbesondere vom Ausmaß der Erkrankung und vom Sitz der Gefäßverengungen.
Ist es absehbar, dass aus Ihren Beinvenen kein adäquates Material für den geplanten Bypass zu gewinnen ist (aufgrund zu kleiner Venen, Krampfadern, Zustand nach Thrombose oder früherer Venenentnahme), besteht die Möglichkeit künstliche Gefäßprothesen als Bypass zu verwenden. Diese Gefäßprothesen, die aus Goretex oder ähnlichen Materialien bestehen, können sich nach der Operation wieder verschließen. In verschiedenen Untersuchungen hat sich gezeigt, dass Gefäßprothesen, die zuvor mit körpereigenen Gefäßzellen ausgekleidet wurden, weniger häufig zu Verschlüssen neigen. Aufgrund dieser Zusammenhänge planen wir ca. drei Wochen vor der Bypassoperation die Entnahme eines kurzen Venensegmentes aus dem Arm oder dem Bein. Aus diesem Venensegment werden dann körpereigene Gefäßzellen zur Beschichtung einer künstlichen Gefäßprothese gewonnen.


